5. 12. 2021 – 2. Advent

Gottesdienste in Erwitte und Anröchte

Jesaja 35, 1-10.

1 Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.
2 Sie wird blühen und jubeln in aller Lust und Freude. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon. Sie sehen die Herrlichkeit des Herrn, die Pracht unsres Gottes.
3 Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!
4 Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.«
5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden.
6 Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande.
7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.
8 Und es wird dort eine Bahn sein und ein Weg, der der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren.
9 Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen.
10 Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.

Liebe Gemeinde,

in der Vorbereitung für diesen Sonntag habe ich mal in alten Adventspredigten von mir geblättert. Mann, was ist das damals einfach gewesen.

Da konnte ich ohne Hemmungen ablästern über den Homo Decorativus, also über die Leute, die da im Advent ihre Häuser und Gärten mit Licht und Figuren verschandelten. Und heute, da sind wir ja fast über jedes Lichtlein froh, das uns die Dunkelheit – auch die der Seele – das uns die Dunkelheit nimmt. In diesem Zusammenhang: Es lohnt ein Gang durch die Lönsstraße am Abend.

Oder: früher konnte ich mit Lust spotten über kitschiges sogenanntes Liedgut von der Weihnachtsbäckerei bis hin zu dicken roten Kerzen, mit denen Kinder eine schlechte Kopie von Weihnachten übergestülpt wurde. Ja und heute, was würde und was würden wir drum geben, endlich wieder frei heraus und ohne Maske und miteinander singen zu dürfen. Wir haben es doch fast verlernt.

Da konnte ich aber so was von süffisant Weihnachtsmärkte abkanzeln, auf denen die Leute die Nähe suchten und diese Stimmung und Nähe für die Erfüllung ihrer Sehnsucht hielten. Und heute leiden wir mehr als nur ein bisschen darunter, dass ausgerechnet die Nähe, die wir so bitter nötig hätten, bei dieser Pandemie der absolute Fehler wäre.

Nicht zuletzt diese Schändung des Weins, die sich dann Glühwein nannte, und die Leute dazu brachte, ziemlich schief und ganz wirr im Kopf nach Hause zu torkeln. Aber wenn ich heute die Querdenker mit ihren wirren und völlig abstrusen Gedanken und Sprüchen und Meinungen höre, ich würde den Glühwein trinken, wenn es dagegen helfen würde.

Und, man mag ja gegen das das ziemlich kurzzeitige Harmoniebedürfnis zu Weihnachten früher so einiges einwenden, aber wenn ich jetzt erlebe, dass Demokratie, Mehrheit oder auch Zusammenhalt einem absolute individualistischen Egoismus geopfert werden, gepaart dann viel zu oft auch noch mit Nazi-Gedanken und Antisemitismus, dann wäre das Bekenntnis, dass die Heilige Familie aus Juden bestand das Mindeste, was ich herausschreien möchte. Und da werden mir fast schon die Leute sympathisch, die wenigstens noch Advent und Weihnachten begehen, auch wenn die schon nicht mehr wissen, ob sie die sieben oder an die zehn Gebote halten sollen. Ob sie an die Auferstehung glauben sollen oder doch an ihre Befürchtung, als Feldmaus wiedergeboren zu werden. Und die Karten verschicken mit dem Satz: Jesus ist an Weihnachten geboren. Das kann man sich gut merken.

Was hab ich das früher gut gehabt, so hatte ich oben angefangen. Und was haben wir es bis Anfang 2020 gut gehabt. Und was soll ich, was soll man dazu sagen?

Was, wenn nicht das, was Advent ist und bedeutet. „So schau nun vom Himmel und sieh herab. O Heiland, reiß die Himmel auf!“ Was für eine andere Bedeutung bekommt das da heute plötzlich. Und welche Hoffnung kann das dann sein. Eine Hoffnung, die wir als Christinnen und Christen haben. Die wir – denn sonst wäre das, wie schon oft gesagt, doch fast unterlassene Hilfeleistung – eine Hoffnung, die wir weitergeben können und sollen. Dass diese Welt ihren Endzustand noch nicht erreicht hat. Die Gewissheit, dass unser Gott regiert, was diese Welt etwas verändern wenn nicht sogar umkrempeln kann.  

Auch mit dem Wochenspruch: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Das und so müsste es sein. Darum „Mache dich auf und werde licht.“ Bis dahin, dass wir den dunklen Gestalten Paroli bieten. Unsere Straßen und unser Land nicht ihnen und ihren finsteren Machenschaften und ihrem Gebrüll überlassen. Selbst wenn sie dabei Fackeln tragen wie jetzt in Sachsen. Aber, nicht zu vergessen, 1933 hat das auch mit Fackelmärschen angefangen. Wir sind es unserer Demokratie schuldig. Denn mit der ist es wie mit der Gesundheit: Erst wenn sie nicht mehr da ist, weiß man, wie wertvoll sie war und ist. „Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht  kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ Noch ist nicht aller Tage Abend.

Und jetzt kann man mir an der Stelle natürlich vorwerfen: Das ist doch alles weichgespült, billiger Trost. Und wie soll das denn gehen oder werden? Da ist was dran, ich gebe es zu. Aber aus meiner Sicht habe ich da immer zwei Möglichkeiten: Die Methode Märtyrer oder die Methode – ich nenne sie – Gebrüder Grimm.

Die Methode „Märtyrer“. Eine Haltung, in der sich zum Teil auch unsere Medien förmlich baden. Beispiel letzte Woche. Zuerst hörte man: „Wie schrecklich ist das alles. Die tun nichts wirklich gegen die Pandemie und die vierte Welle.“ Und zwei Tage später: „Wie schrecklich ist und wird das jetzt mit Weihnachten bei so vielen Maßnahmen.“
Die Methode „Märtyrer“.  Alles so schlimm und gruselig schildern, wie es oft leider auch ist, und von daher dann hoffen, das aus diesem Leid wenn nicht Wut so aber doch der Wille wird, zu verändern, oft egal wie. Ob das weiterhilft? Zumindest kann das auch schiefgehen.

Oder die Methode „Gebrüder Grimm“: Am Ende wird alles gut, und wenn sie nicht gestorben sind … Und genau das wünsche ich doch auch uns allen. Und darum, finde ich, muss man auch immer wieder – auch wenn das den meisten Medien keinen Spaß macht – Geschichten erzählen, die gut ausgehen und die Mut machen, etwas in Zuversicht zu ändern.

Also, aus dem heutigen Predigttext, wie punktgenau ausgesucht für uns in dieser Zeit:

 3 Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!
4 Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.«

Also, Gedanken aus dem Kalender „Der andere Advent“ vom letzten Jahr:

Nicht alles ist abgesagt

Advent nicht und Weihnachten nicht.

Beziehungen sind nicht abgesagt. Liebe ist nicht abgesagt.

Lesen ist nicht abgesagt. Musik ist nicht abgesagt.

Fantasie ist nicht abgesagt. Freundlichkeit ist nicht abgesagt. Gespräche über den Zaun und keine Telefonate. Alles nicht abgesagt.

Zuwendung ist nicht abgesagt. Geschenke sind nicht abgesagt. Beten ist nicht abgesagt. Hoffnung ist nicht abgesagt. Und, er lässt sich sowieso nicht absagen, schon 2000 Jahre nicht.

Hoffnung ist nicht abgesagt. Und vielleicht erinnert sich der eine oder die andere an die Sätze von Fulbert Steffensky:

Ja, Hoffnung ist nicht abgesagt.

Die Hoffnung … ist eine wundervolle untreue Buchhalterin, die die Bilanzen fälscht und einen guten Ausgang des Lebens behauptet, wo dieser noch nicht abzusehen ist. Sie ist vielleicht die stärkste der Tugenden, weil in ihr die Liebe wohnt, die nichts aufgibt, und der Glaube, der den Tag schon in die Morgenröte sieht.

Nicht zuletzt deshalb: Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Seht, da ist euer Gott.

Und darum – vielleicht zum letzten Mal – den inzwischen legendären Satz von Frau Merkel, und ich finde, der passt hier: Wir schaffen das.

Amen

Meine Tomaten

Der Mensch braucht seine tägliche Dosis, gebraucht zu werden. Manchmal auch mehrere Aufgaben. Ich habe mir Tomaten ausgesucht. Rot, gelb, orange, schwarz oder gestreift, von groß bis mini, glatt, faltig oder als Rispe, aus Deutschland, Frankreich, Bulgarien, Kasachstan, Neuseeland, Italien, Venezuela, oder von den Azoren. Manche Sorten sind aus dem Urlaub mitgebracht, manche sind per Post gekommen. Mittlerweile ziehe ich sie aus den meisten Samen selber. Falls jemand Interesse an dem einen oder anderen Samen oder im Frühjahr an einer Pflanze hat, einfach bei mir melden.

Zu den Namen der Tomaten:
Wann immer es ging oder ich es wusste, habe ich die richtigen Namen der Pflanzen übernommen. Wo ich die Bezeichnungen nicht wusste, habe ich meine Phantasie spielen lassen. So gibt es jetzt z. B. „Anna Lena“, die wegen ihrer rot-grünen Färbung zu ihrem Namen gekommen ist. Oder die „Kleine Borussia“, gelb als Vereinsfarbe in Dortmund. Manche Namen haben damit zu tun, woher ich den Samen habe bzw. von wem ich die Tomaten bekommen habe, um mir anschließend selbst den Samen zu ziehen. („Montalbano“ oder „Kalin“.)

Die letzte Überarbeitung dieser Seite war am 27. Oktober 2023.

1

Jolie Coeur (aus Frankreich)
Alte Sorte, guter Geschmack, längere Reifezeit.

2

Grünes Zebra
Alte Sorte, auch aus Frankreich, leicht säuerlich, schöne Farbe, reift langsam.

3

Schwarz-Gelb
Angenehmer Geschmack, schöne Farbe, braucht Reifezeit.
(Lecker wie eine Niederlage von Bayern München)

4

Montalbano (aus Sizilien)
Fleischig, ertragreich, schöner Geschmack, groß.

5

Kleine Borussia (Strauchtomate)
Süß, wüchsig, zum Naschen und zur Deko geeignet. Auch als Johannisbeertomate bekannt. Die Namensgebung bei mir fiel in eine Zeit schwächelnder Dortmunder Fußballer.

6

Ochsenherztomate (Markt in Husum)
faltig im Aussehen, sehr fleischig, angenehm im Geschmack

7

Schwarze Mamba
Im Geschmack Richtung Apfel, sehr fest, evtl nachreifen lassen.
Besser anzubauen unter einem Dach oder im Gewächshaus.

8

Gelbe Rispe (mittelgroß)
Wenig Säure,  feiner Geschmack, schöne Farbe.
Besser anzubauen unter einem Dach oder im Gewächshaus.

9

Ponta Delgada (Azoren 2018)
Mild im Geschmack, etwas mehlig, wird groß

10

San Miguel Rote Tomate, ¾ groß (von den Azoren)
Noch keine Pflanze, noch keine Abbildung

11

HortaRot, groß (von den Azoren)
Noch keine Pflanze, noch keine Abbildung

12

Rispentomate, groß, spät im Jahr (von den Azoren)
Noch keine Pflanze, noch keine Abbildung

13

Schwarze Krim (Samen aus Neuseeland)
Etwas festere Haut, süß und saftig, schöne Farbe, große Früchte.

14

Bloody Butcher (aus Neuseeland)
Leichte Säure, feste Schale, guter Geschmack, ertragreich

15

Big Beef (aus Neuseeland)
Groß, fest, fruchtig, lecker Etwas mehlig im Geschmack, fruchtig, 300g Frucht

16

Beefsteak (aus Neuseeland)
Weniger Säure, angenehm im Geschmack, wüchsig, auch für Saucen

17

Bunte Mischung (aus Neuseeland)
Noch keine Pflanzen

18

Tommy Toe (aus Neuseeland)
Schöne, etwas kleinere, wohlschmeckende und ertragreiche Tomate

19

Roma (von den Azoren)
Flaschentomate, ganz ansehnlich, wenig Geschmack (mehlig)

20

Marmande (von den Azoren)
Ordentlich in Größe und Geschmack, ertragreich, schätzt keinen Regen

21

Coracao de Bois (von den Azoren)
(Noch keine Pflanze)


22

Fiorentino (von den Azoren)
Fleischtomate, sehr ertragreich, scheint identisch zu sein mit „Montalbano“ (Nr. 4)

23

Pico (Von den Azoren)
Noch keine reifen Früchte

24

Rot-Grün (Annalena)
Rispentomate, mittelgroß, guter Ertrag, schöner Geschmack und schöne Farbe

25

Christian LGelbe mittelgroße Rispentomate
Ich warte noch auf gute Erfebnisse, genau wie beim Namensgeber Christian L von der FDP (Noch keine Pflanze)

26

Ksenia (Tomate aus Kasachstan)
Ordentlicher Geschmack, fest, ertragreich und nicht empfindlich, stellt wenig Ansprüche an den Standort

27

Rossoreal
Süß, saftig, lecker

28

Ellen-Charlotte
Schön wegen der Farbe, etwas säuerlich.

29

Orange Lady
Fest, lecker im Geschmack, farblich ansprechend, im Gewächshaus reichlich Ernte

30

San Marzano
Groß und wohlschmeckend, zur Weiterverarbeitung geeignet

31

Zuckertraube
Die Tomatensorte „Zuckertraube“ ist eine Cocktailtomate. Sie bildet mehrere Rispen, an denen bis zu 15 Tomaten hängen können. Die Früchte schmecken aromatisch und süß.
Ich vermute, dass diese Tomate sich bei mir wild ausgesät hat, unter anderem im Rindenmulch am Zaun (im Schatten), und dass sie selbst dort gute Erträge hatte bis spät ins Jahr. Ich habe den Samen dieser Pflanze unter dem Namen „Zauni“ im nächsten Jahr ins Freiland unter dem Flieder gepflanzt. Wuchs, Erträge und auch Kletterbegabung waren einfach Klasse. Bis oben in den Flieder ist die Tomate gewachsen und hat getragen. (Siehe Bilder unten unter Nr. 38) Ein Selbst“läufer“, dazu noch lecker.

32

Yellow Pearshaped

Heute Mittag entdeckt, heute Nachmittag eingesät. Und jetzt warten. Hoffe, sie wird was.
Sie ist etwas geworden. Und wie. Süß und schmackhaft. Und gute Ernte bis in den Herbst hinein. Obwohl sie nur zum Teil regengescützt gestanden hat.

33

Alba I

Diese Tomate habe ich 2022 aus dem Piemont mitgebracht, sie ist schmackhaft, wird aber erst 2023 angebaut:
Gute Ergebnisse, Fleischtomate, eher geeignet für Saucen oder Bruschetta

34

Alba II

Diese Tomate habe ich 2022 aus dem Piemont mitgebracht, sie ist schmackhaft, wird aber erst 2023 angebaut:
Es gilt das Gleiche wie für Nr. 33.

35

Krim Noir (aus Frankreich)

Große fleischige und etwas mehlige Tomate. Ausgezeichnet für Soßen usw.

36

Maestria F1

Schöne Freilandtomate trägt gut und schmeckt ordentlich, ist aber eine Hybrid-Pflanze

37

Schwarze Pflaume

Mittelgroße Freilandtomate, alles prima: Wuchs, Ertrag (+++), Geschmack. Vorsicht bei Anbau im Gewächshaus. Die schafft sich Platz!

38

Rote Rispe – „Zauni“

Hat sich selbst am Zaun unter Schatten und Rindenmulch ausgesät. Wächst „wie wild“ und ist sehr lecker.

Zauni klettert in den Flieder. Und trägt …

39

Kalin – von meinem Posaunenlehrer Kalin H aus seiner Heimat Bulgarien mitgebracht)

Große Tomate aus Bulgarien (1 Frucht, Salat für 1-2 Personen), gut im Geschmack.

40

Theodor

Rote halbgroße Tomate, die im Freiland gedeiht. Ordentlicher Geschmack. Noch nicht ausgesät.

41

Boris P(almer)

Vom Markt in Tübingen. Feste Frucht mit prima Geschmack.

42

Hölderlin

Ebenfalls vom Markt in Tübingen, alte Sortemittelgroß und gute Erträge in Gewächshaus bis spät im Jahr (reift auch gut nach)

43

Tübingen

Vom Markt in Tübingen, Früchte gelb bis orange, feste Tomate mit gutem Geschmack, ertragreich.

44

Neckar

Kleinere Tomate vom Markt i9n Tübingen, toller Ertrag bis spät im Jahr, wächst im Gewächshaus wie am geschützten Ort draußen, sehr leckere Cocktailtomate.

45

Leuchttomate (Heinrich)

Kleine Tomate aus Kasachstan (von Henrichs Putzfrau mitgebracht), die leuchten soll, wenn sie reif ist. Und ich hoffe natürlich, das hat mit Tschernobyl nichts mehr zu tun.
Sie leuchtet tatsächlich, der Ertrag ist auch in Ordnung (sogar draußen), sie ist aber eher was für die Optik im Salat usw..

46

Reisetomate (Voyage)

Die Teilfrüchte sollen einzeln zu ernten sein, angeblich war die Tomate deshalb Proviant bei der Fahrt mit der Sibirischen Eisenbahn. Nächstes Jahr mehr dazu.
Habe sie im Gewächshaus angebaut, der Ertrag war sehr gut, der Geschmack eher weniger, etwas mehlig. Aber man kann tatsächlich die Früchte einzeln abnehmen.

47

Azul (oder: Franz in Cadiz – dort in Andalusien hat sie mir unser Mitreisender Franz geschenkt)
Und so sah sie in der dortigen Markthalle aus:

Ich habe dann noch vor Ort den Samen entnommen und Pflanzen gezogen. Da es aber anscheinend eine Hybrid-Pflanze ist (war), sah mein Ergebnis anders aus. Aber: Lecker, saftig, fruchtig und guter Ertrag.

48

Isla Margarita (Tomate von der gleichnamigen Insel aus Venezuela – danke an Wolfgang und Reinhild fürs Mitbringen)

Eine sehr wüchsige und große Tomate, die man – so heißt es von dort – schon rot-grün ernten kann oder soll. (Ich empfehle, die Bilder über Google anzusehen.) Für mich eher eine Tomate zum Weiterverarbeiten denn zum Salat. Aber schließlich kenne ich auch nicht alle Rezepte.

49

Aprikosentomate

Eine sehr leckere (süß) und eher kleinere Rispentomate, die ich zwar unter einem Abdach aber draußen angebaut habe. Sehr empfehlenswert, vor allem zum Frühstück oder einfach so zum Naschen.

50

Gelber Peruanischer Beutel

Interessante Tomate fürs Auge, Geschmack durchschnittlich

51

Rainbow Sibirian

Eine Tomate eher für das Auge oder den bunten Salat, vom Geschmack her nicht besonders hervorstechend.

52

KGR (Immer noch besser als KGB, steht für „Kleine gelbe Rispe)

Die Tomate habe ich im Supermarkt entdeckt, und da sie uns sehr gut geschmeckt hat, werde ich sie nächstes Jahr säen (und hoffentlich auch ernten).

53

Coracao de Boi

Eine Ochsenherztomate, deren Samen ich aus Portugal mitgebracht habe. Ich bin gespannt, ob das nächstes Jahr was wird.

54

Dorenia

Eine Bio-Tomate für das Freiland. Noch kein Bild vorhanden

55

Black Cherry

Sehr ergiebige Rispentomate, sehr schmackhaft. Am besten ernten, wenn die Früchte noch fest sind.

56

Goldeana

Gelbe Bio-Tomate. Noch kein Bild vorhanden.

57

Ruthje

Rote Tomate. Noch kein Bild vorhanden.

58

Coeur de Boeuf

Französische Ochsenherztomate. Noch kein Bild vorhanden.

59

Gigantomo

Eine Tomate, die von Wuchs und Größe her ihren Namen verdient. (Geschenk von meinem Admin Ralf!). Sie ist lecker, eignet sich besonders für Salate und Saucen.

60

Andenhorn

Eine sehr leckere und toll aussehende Sorte. Draußen (nur überdacht, kein Gewächshaus) neigt sie leider zur Fäule am unteren Ende. Es lohnt aber, sie anzubauen.

61

Tasty Tom

Eine überaus leckere und prima aussehende etwas kleinere Rispentomate, von der – Frau Google – es sich lohnt, den Samen zu ziehen. Was ich dann auch gemacht habe. Noch kein Bild vorhanden.

62

Kleines Birnchen

Der Name dieser Tomate stimmt so was von, ist aber prima als „Dekoration“ zu nehmen.

63

Lucky Tiger

Sehr feste gestreifte Frucht, gutes Wachstum, schmackhaft. Macht sich gut im Salat.

64

Golden Roma

Sehr schöne gelbe Frucht, schmeckt und ist schnittfest, gehört auf den Frühstückstisch.

65

Tigerella

Leckere Tomate und eine Augenweide zugleich.

66

Black Zebra

Neu bei mir, schmeckt und sieht gut aus, wird nächstes Jahr (2025) mit ausgesät.

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Es sind keine Tomaten mehr, die jetzt kommen, aber ich habe so viel Spaß damit gehabt, die müssen einfach noch mit auf diese Seite

Zwerg Tamarillo

Zwerg-Tamarillos sind besonders schnellwüchsig und tragen oft im Frühsommer schon die ersten Früchte. Die Früchte sind reif, wenn sie gelb-orange und kurz vor dem Abfallen sind. Dann sind sie schön zart und die Schale ist so dünn, dass sie mitgegessen werden kann. Man kann die Früchte entweder als Snack roh verzehren, zu Kompott oder Gelees verarbeiten oder als Kuchenbelag verwenden.
(Zitat von blu-blumen.de)

Meine eigene Meinung: Tolle und wüchsige Pflanze, trägt auch draußen und ungeschützt reichlich, die Beeren sind am Anfang sehr süß, dann aber mit bitterem Abgang wie der Weinkenner sagt. Macht aber im Garten was her.

Artischocke

Die Pflanze habe ich geschenkt bekommen, sie stand (und steht noch) im offenen Frühbeet, auf eine Ernte haben wir verzichtet, was sich gelohnt hat, siehe die Bilder und Collagen.

1. Juli 2021

Tageslosung

Ich bin der HERR, dein Gott, von Ägyptenland her. Einen Gott neben mir kennst du nicht und keinen Heiland als allein mich. (Hosea 13,4)

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apostelgeschichte 17, 27)

Neben der Tageslosung steht heute noch der Monatsspruch, ein Satz des Paulus, den ich schätze und auch oft zitiert habe.

Diese Gedanken werden uns heute begleiten auf dem Weg, nicht von Ägyptenland her, sondern nur von der Lahn, aber eben auch nach Hause.

13.40 Uhr

Draußen regnet es, wir sitzen im Trockenen. Dabei haben wir Glück gehabt, dass wir unseren Zug in Düsseldorf trotz Verspätung noch erreicht haben. Allerdings ist es für Leute über 70 an sich keine Herausforderung mehr, das Rad samt Gepäck die Treppen erst rauf und dann wieder runter zu tragen. Aber besser als eine Stunde warten.

In etwa einer Stunde werden wir in Lippstadt sein, wenn alles klar geht. Und dann geht es durch den Regen nach Hause. Schön, dass wir die Tour machen konnten, schön, dann auch wieder zu Hause zu sein.

Mit Grüßen von Gerd und Rainer.

30. Juni 2021

Tageslosung

Wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart? (Jesaja 53,1)

Auch wenn es sicher kleinkariert und nicht so ganz richtig ist, bei Glauben und Prophezeiungen geht es bei uns heute immer wieder um das Wetter. Die Aussichten sind sehr nass, irgendwie müssen wir trotzdem bis Koblenz. Und möchten das Lahntal doch ganz gern vom Rad aus sehen und nicht aus dem Zug. Mal schauen, was der liebe Gott heute mit uns vorhat.

9.45 Uhr

Wir sind die ersten Kilometer mit dem Zug gefahren, zu steil und zu gefährlich bei Nässe wäre der Radweg gewesen. Es ist kühl, aber uns ist so was von warm nach dem Schieben hinauf zum Kloster Arnstein. Vorher noch Burg Laurenburg und der Weinort Obernhof.

11.00 Uhr

Bad Ems. noch ist es trocken. Wir werden uns nicht lange aufhalten, aber hier schon mal Fotos.

12.15 Uhr

An der Mündung der Lahn in den Rhein.

13.15 Uhr

Wir sind in Koblenz am Deutschen Eck. Die letzte Etappe ist geschafft, und wir sind trocken geblieben. Jetzt schauen wir mal nach unserem Hotel.

21.00 Uhr

Der Tag geht dem Ende entgegen. Unser Hotel liegt nahe der Altstadt, so dass wir uns noch zu einem Bummel aufgemacht haben, unter anderem in die Liebfrauenkirche, siehe Fotos. Nur, dann kam der große Regen, wir mussten Zuflucht suchen. Ein italienisches Restaurant hat uns Obdach gewährt – und mehr. Das Foto zeigt die Vorspeise. Danach dann noch ein Gang zum Deutschen Eck mit Rückblick auf die Altstadt

29. Juni 2021

Tageslosung

Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er ist darauf bedacht, dass das Verstoßene nicht auch von ihm verstoßen werde. (1. Samuel 14,14)

… denn er lässt scheinen seine Sonne über Gerechte und Ungerechte. Und wer von uns vermag zu sagen oder kann sich sicher sein, da immer auf der richtigen Seite zu sein.

Heute Nacht war hier kräftiges Gewitter, das nächste ist für heute Abend angesagt. Bis dahin werden aber wohl angekommen sein. Es geht über Limburg nach Balduinstein. Mit TV-Abend. Frankreich ist draußen, ob wir ab morgen auch wieder mehr Zeit haben?

10.00 Uhr

Vilmar ist nach etwa 20 km erreicht. Auch wenn der Weg stellenweise holprig war, dies war bisher einer der schönsten Abschnitte. Am Anfang der Blick zurück auf Weilburg, dann der Ausgang des Lahntunnels unter dem Ort und dann ganz viel Natur.

11.30 Uhr

Die schönen Aussichten setzen sich fort. Felsen hinter Vilmar, Schloss Runkel, Dietkirchen und schließlich Limburg. Hier erst nur der Dom, weitere Fotos folgen.

Das letzte Bild zeigt die durch Verschwendung bekannt gewordene Residenz ehemaligen Bischofs.

15.00 Uhr

Wir sind angekommen im ‚Hotel zum Bären‘ in Balduinstein, ein älteres Gebäude, vom Stil her eingerichtet wie ein altes Gutshaus.

In Limburg hatten wir uns fast 2 Stunden aufgehalten, ein Besuch dort lohnt. Hier noch Fotos aus dem Dom.

Und ein paar Eindrücke aus der malerischen Altstadt

Schließlich noch das Schloss von Dietz, Lahnfelsen und Balduinstein.

Das ist unser Hotel.

21.30 Uhr

Ja, wir haben Fußball geguckt, ja, ich finde dass Deutschland verdient verloren hat, und ja, wir beide waren auch ein bisschen bedröppelt. Ob ich Joachim Löw fehlen werde, wage zu bezweifeln. Er wird mir wohl nicht fehlen. Ich hoffe aber, dass er nicht auch Experte in ARD oder ZDF werden wird. Die anderen sind oft schon peinlich genug.

Und ich tröste mich mit einem letzten Bild für heute: